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Auswahl Publikationen & Produkte

Schmidt-Kaehler, S., Schaeffer, D., Pelikan, J.: „Transfer zu einem nutzerfreundlichen und gesundheitskompetenten Gesundheitssystem“, „Monitor Versorgungsforschung“, 05/19, S. 49-53.

 

Mit seiner hohen Dichte an Versorgungseinrichtungen, einem kostenlosen Zugang zu medizinischen Leistungen, freier Arztwahl und einer hohen Ausdifferenzierung bietet das deutsche Gesundheitssystem seinen Versicherten ein breites Leistungsspektrum und viele Optionen und Wahlmöglichkeiten. Mündige und aufgeklärte Patientinnen und Patienten nutzen diese Freiheit und nehmen die Dinge immer häufiger selbst in die Hand: Sie sind besser informiert als jemals zuvor, hinterfragen, fordern ein, kennen ihre Rechte und wirken proaktiv an der Wiedererlangung oder Erhaltung ihrer Gesundheit mit. 

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) (Hrsg.) (2019): Zahnbehandlungen transparent machen. Berlin.

 

Die gemeinsame Patientenberatung der Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen ist eine der wichtigsten Anlaufstellen nach der Beratung in den Praxen. Das belegt der Bericht zur Evaluation der zahnärztlichen Patientenberatung für das Jahr 2018, der von BZÄK, KZBV unter fachlicher Begleitung des Zentrums Zahnärztliche Qualität (ZZQ) veröffentlicht wurde. Der Bericht basiert unter anderem auf dem "Moderierten Qualitätsdialog", an dem Spitzenvertreter von BZÄK und KZBV die Versorgung aus der Patientenperspektive diskutieren. Der Qualitätsdialog wird seit mehreren Jahren durch die Patientenprojekte GmbH konzipiert und moderiert.

Schmidt-Kaehler, S., Schaeffer, D., Hurrelmann, K., Pelikan, J.: Gesundheitskompetenz als Standard auf allen Ebenen im Gesundheitssystem verankern. Berlin: Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz 2019.

 

In den heutigen Informations- und Wissensgesellschaften steht eine große, schier unüberschaubare Menge an Fakten und Wissen – auch an Gesundheitsinformation – zur Verfügung. Gesundheitskompetenz, verstanden als Fähigkeit, gesundheitsrelevante Information finden, verstehen, bewerten und nutzen zu können, gewinnt daher immer weiter an Bedeutung. Doch gleichzeitig sind die Menschen für diese Aufgabe nicht ausreichend gerüstet: Rund 54 Prozent, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung sieht sich im Umgang mit Gesundheitsinformationen vor Schwierigkeiten gestellt. Geringe Gesundheitskompetenz bringt für die ...


Hurrelmann, K., Schmidt-Kaehler, S, von Hirschhausen, E., Betsch, C., Schaeffer, D. (2019): Den Umgang mit Gesundheitsinformationen in den Medien erleichtern. Berlin: Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz.

 

Medienkompetenz schließt den kritischen Umgang mit Informationen ebenso ein wie die Fähigkeit, deren wissenschaftliche Güte zu bewerten. Auch der kompetente Umgang mit Suchmaschinen, der gezielte Einsatz mobiler Gesundheitsanwendungen und die Fähigkeit, Datenschutzrisiken im Netz zu erkennen, zählen zu den Kompetenzen, die für die Verarbeitung gesundheitsrelevanter Inhalte in den Medien wichtig sind und immer mehr an Bedeutung gewinnen. 

Stiftung Gesundheitswissen (Hrsg.) (2019): Pausenlos gesund. Gesundheitsbildung in der Sekundarstufe I. Berlin: Stiftung Gesundheitswissen. 

 

Schulen und andere Bildungseinrichtungen vermitteln schon heute Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Gesundheitskompetenz fördern, zum Beispiel in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Suchtprävention oder Zahngesundheit. Die Projektmaterialien „Pausenlos gesund“ sollen diese Aktivitäten unterstützen und erweitern. Einen Schwerpunkt bildet die Kompetenzvermittlung im Bereich der Selektion und Bewertung von Gesundheitsinformationen, einen weiteren die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten zur kompetenten Nutzung des Gesundheitssystems.

Stiftung Gesundheitswissen (Hrsg.) (2019): Gesunde Runde.  Das Spiel zum Schulprojekt Pausenlos gesund. Berlin: Stiftung Gesundheitswissen. 

 

Wie wird eigentlich das Gesundheitssystem finanziert? Wo findet man verlässliches Gesundheitswissen? Wie lange sollte man sich die Hände waschen? Und welche Aufgabe haben "Fresszellen" im Körper? Die Antworten auf diese und weitere Fragen vermittelt das Spiel Gesunde Runde. Es ist Teil des Schulprojekts "Pausenlos gesund" und vereint ein klassisches Brettspiel mit digitalen Wissensfragen und Aufgaben. In diesem Spiel drehen Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Runde durch das Gesundheitssystem und können ihre Kenntnisse überprüfen, aufbauen und vertiefen.


Bittner, A., Schmidt-Kaehler, S. (2018): Gemeinsam entscheiden im Klinikalltag. Ergebnisse von Fokusgruppengesprächen mit jungen Ärzten. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

 

Seit 2013 ist die gemeinsame Entscheidungsfindung sogar im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert: „Behandelnder und Patient sollen zur Durchführung der Behandlung zusammenwirken.“ Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung sind die Autoren dieser qualitativen Studie der Frage nachgegangen, ob das Recht von Patienten auf Mitwirkung im Klinikalltag tatsächlich umgesetzt wird. Dazu wurden jüngere, im Krankenhaus tätige Ärzte im Rahmen von Fokusgruppen befragt. 

Schmidt-Kaehler, S. (2018): Patientenperspektiven. Qualitative Studie zur Digitalisierung im Gesundheitswesen aus Sicht von Patientinnen und Patienten in Deutschland. Berlin: Kassenärztliche Bundesvereinigung.

 

Im Jahr 2018 stand die Digitalisierung im Gesundheitswesen aus Sicht von Patientinnen und Patienten im Fokus der qualitativen Untersuchung zur Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Gegenstand von vier Gruppendiskussionen waren Informationen aus dem Internet, Gesundheits-Apps, Videosprechstunde, die elektronische Patientenakte und künstliche Intelligenz in der Medizin.

Schaeffer, D., Hurrelmann, K., Bauer, U. und Kolpatzik, K. (Hrsg.) (2018): Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitskompetenz in Deutschland stärken. Berlin: KomPart.

 

Etwa jeder Zweite in Deutschland weist eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf. Ihnen fällt es schwer, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auf die eigene Lebenssituation anzuwenden. Ein Expertenkreis hat deshalb den vorliegenden Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz erarbeitet. Er benennt vier Handlungsfelder und formuliert dazu 15 konkrete Empfehlungen, um die Gesundheitskompetenz

in Deutschland gezielt zu fördern und zu stärken.


Schmidt-Kaehler, S. (2017): Patientenperspektiven 2017. Berlin: Kassenärztliche Bundesvereinigung.

 

Auch im Jahr 2017 wurde die Patientenprojekte GmbH mit dem qualitativen Teil der KBV-Versichertenbefragung beauftragt. In vier deutschen Städten wurden Fokusgruppen mit Patientinnen und Patienten durchgeführt. Inhaltlich ging es in diesem Jahr um unterschiedliche Themenblöcke
wie die Inanspruchnahme unterschiedlicher
Versorgungsinstanzen, die Gesundheitskompetenz
im Versorgungsalltag und die Nutzung
des Internets in Gesundheitsfragen.

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (2017): Strategiepapier Mundgesundheitskompetenz. Berlin: KZBV.

 

Die gemeinsam mit der Patientenprojekte GmbH entwickelte Gesamtstrategie der Vertragszahnärzteschaft zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz in Deutschland greift die aktuelle empirische Befundlage auf, bündelt bereits vorhandene Aktivitäten und identifiziert neue Handlungsfelder. Im Mittelpunkt steht dabei eine patientenorientierte Versorgung, die die an Patienten gestellten Anforderungen reduziert.

Schmidt-Kaehler, S., Schaeffer, D. (2017): Verständlich informieren und Beraten. Gesundheitskompetenz als neue Größe in der sozialen Arbeit. Forum Sozialarbeit und Gesundheit 4/2017, S. 20 - 23.

 

„Haben Sie noch Fragen?“ Mit diesem Satz wird so
manches Patientengespräch im Gesundheitswesen
beendet – und meistens wird die Frage mit einem „Nein“ beantwortet. Dieser Beitrag erläutert, welche Strategien geeigneter sind, um Wissenslücken aufzudecken und knüpft eine Verbindung zwischen Gesundheitskompetenz und sozialer Arbeit.


Schmidt-Kaehler, S.; Vogt, D.; Berens, E.M.; Horn, A.; Schaeffer, D. (2017): Gesundheitskompetenz: Verständlich informieren und beraten. Bielefeld: Universität Bielefeld.

 

In den vergangenen Jahren wurde an vielen Stellen vieles unternommen, um Patientinnen und Patienten zu
informieren, aufzuklären und zu beraten. Wie neue Untersuchungen zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung jedoch zeigen, haben viele Menschen jedoch Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen überhaupt zu verstehen, zu verarbeiten oder anzuwenden. Die vorliegende Material- und Methodensammlung soll einen Beitrag dazu leisten, die Informations- und Beratungssituation
für Menschen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz zu verbessern.

Schaeffer, D.; Schmidt-Kaehler, S. (2012):

Lehrbuch Patientenberatung. 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bern: Huber

 

Dieses Buch schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur, es legt den Stand der theoretisch-konzeptionellen Diskussion zur Patientenberatung übersichtlich dar, fasst methodische Strategien zusammen und vermittelt interessante Einblicke in die Praxis dieses jungen Aufgabenfeldes. Die Komposition von Beiträgen namhafter Experten aus dem In- und Ausland bietet eine systematische und interdisziplinäre Bestandsaufnahme, die den einschlägigen Ausbildungs- und Studiengängen als Lehrbuch dienen kann, Hilfestellung und Anregungen für Praktiker aufzeigt und neue Impulse für die Methoden- und Theorieentwicklung liefert.

Schmidt-Kaehler, S. (2016): Patientenperspektiven 2016. Berlin: Kassenärztliche Bundesvereinigung.

 

Im Rahmen der KBV-Versichertenbefragung wurde die Patientenprojekte GmbH im Jahr 2016 mit einer ergänzenden qualitativen Untersuchung beauftragt.  Die in vier deutschen Städten durchgeführten Fokusgruppen befassen sich inhaltlich mit unterschiedlichen Themenblöcken wie Versorgungssteuerung, Digitalisierung oder der Arzt-Patienten-Interaktion. Ziel der Studie war es, Erfahrungen, Einstellungen und Handlungsmuster von (potenziellen) Nutzern der gesundheitlichen Versorgung zu erschließen. Die Ergebnisse dieser qualitativen Studie werden in diesem Bericht vorgestellt und in Form sogenannter Diskussionskarten übersichtlich visualisiert.


Schmidt-Kaehler, S. (2017): Erfahrungen aus der Beratungspraxis der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. In: Schaeffer, D.; Pelikan, J.: Health Literacy. Bern: Hogrefe.

 

Welche Kompetenzen und Eigenschaften müssen Patienten haben, um sich kompetent und autonom in einem modernen Gesundheitsumfeld bewegen zu können? Antworten auf diese Frage liefert der Buchbeitrag, der auf die Analysen der Unabhängigen Patientenberatung zurückgreift. Das Buch stellt darüber hinaus den Stand der internationalen Diskussion zum Thema Gesundheitskompetenz dar und skizziert Interventionserfordernisse und -ansätze zur Förderung der Gesundheitskompetenz. 

Schwenk, U.; Schmidt-Kaehler, S. (2016): Public Reporting. Transparenz über Gesundheitsanbieter erhöht die Qualität der Versorgung. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

 

Welche Wirkungen entfaltet die öffentliche Berichterstattung über die Qualität von Gesundheitsanbietern? Führt Transparenz zu mehr Qualität? Und was erwarten die Bürger? Das Projekt „Weisse Liste“ hat die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum sogenannten Public Reporting analysiert und die Bevölkerung zu ihrer Einschätzung befragt. Das Policy Paper wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Bertelsmann Stiftung und der Patientenprojekte GmbH redaktionell erstellt.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD 2015: Monitor Patientenberatung. Berlin: UPD.

 

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) hat in der Zeit zwischen 2006 und 2015 in gesetzlichem Auftrag Patientinnen und Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen beraten. In diesem Zusammenhang informierte sie den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten mit dem Monitor Patientenberatung seit 2013 über Auffälligkeiten, häufige Problemkonstellationen und besonders relevante Themen in der Beratung. Der Jahresbericht 2015 wurde im Auftrag der UPD durch die Patientenprojekte GmbH redaktionell erstellt.


Schmidt-Kaehler, S. (2007): Praxisleitfaden Patientenberatung. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung.

 

Der "Praxisleitfaden Patientenberatung" ist ein Handbuch mit zahlreichen Ideen für die Konzeption, den Aufbau, die Evaluation und den Betrieb einer Patientenberatungsstelle. Er leistet praktische Unterstützung für die alltägliche Beratungsarbeit und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Vermittlungsformen - persönliche, telefonische oder Online-Beratung. Der Band beinhaltet Hilfsmittel, Definitionen, Praxisbeispiele und Hinweise auf weiterführende Quellen und eignet sich damit für die Qualifizierung von Patientenberatern sowie für die Entwicklung einschlägiger Qualitätsstandards.

Schmidt-Kaehler, S. (2004): Patienteninformation Online. Verlag Hans Huber, Bern.

 

Die rasante Etwicklung des Internets ist auch am Gesundheitswesen nicht vorbeigegangen. Dieses Buch stellt die Entwicklung der neuen Medien in den Kontext des gesundheitspolitischen Paradigmenwechsels hin zu mehr Patientenorientierung und partizipativen Strukturen des Gesundheitswesens. Die Entwicklung der letzten Jahre, das vorhandene Angebot sowie die Möglichkeiten und Grenzen der patientenzentrierten Gesundheitskommunikation über das Internet werden anschaulich erläutert. Darüber hinaus werden Strategien der Risikominimierung durch Qualitätssicherung auf Anbieterseite und Stärkung der Medienkompetenz auf Nutzerseite aufgezeigt.

Schmidt-Kaehler, S. (2005): Patienteninformation und -beratung im Internet. Transfer medientheoretischer Überlegungen auf ein expandierendes Praxisfeld. Medien und Kommunikationswissenschaft, 4(53), S. 478-492.

 

Wenn auch die textgebundene Online-Kommunikation
ohne Signale wie Stimmlage, Geruch oder Körpersprache auskommen muss, so liegen
entscheidende Vorteile in der Möglichkeit der anonymen und niederschwelligen
Kontaktaufnahme, der Kontrolle über den Informationsaustausch und der sozialen Vernetzung. Der Fachartikel transferiert medientheoretische Überlegungen zur Online-Kommunikation auf das Praxisfeld der Patienteninformation und -beratung.


Auswahl Presseberichte zum Hören

SWR2 Wissen

DER INFORMIERTE PATIENT: Was bringt Gesundheitskompetenz?

Gut informiert lebt man länger. Deshalb sollen Patienten ein aktiver Teil des Gesundheitssystems werden. Und zwar indem sie lernen, im Internet hilfreiche Informationen zu diversen Krankheiten zu finden und mit Ärzten auf Augenhöhe sprechen. Aber hilft diese Gesundheitskompetenz den Betroffenen wirklich? Das deutsche Gesundheitssystem honoriert nicht, wenn Ärzte ...

RBB Kulturtermin

DIGITAL HEALTH: Das Management der eigenen Gesundheit

"Doktor Google" verstört die meisten, aber auch Wearables am Handgelenk oder Apps im Smartphone verändern das Arzt-Patienten-Verhältnis. Sinnvoll eingesetzt, könnten solche "digitalen Companions" eine erste Selbsthilfe für Patientinnen und Patienten sein und den Ärztinnen und Ärzten verlässliche Analysen von Daten liefern, so dass wieder mehr Zeit für ein Gespräch bleibt.

SWR2 Forum

GESUNDHEITSKOMPETENZ: Können wir uns gesund lernen?

Noch nie war es so einfach sich über Gesundheitsfragen zu informieren. Ernährungstipps, der beste Arzt oder das passende Krankenhaus - all das lässt sich im Internet finden. Aber dennoch fühlt sich aktuellen Studien zufolge mehr als die Hälfte der Deutschen im Umgang mit Gesundheitsinformationen überfordert. Es diskutieren: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler und Prof. Dr. Gerhard Trabert. 


Auswahl Presseberichte Print

Deutsches Ärzteblatt, 28.08.2018 (online)

Der persönliche Arztkontakt wird geschätzt

Berlin – Hohes Vertrauen und Zufriedenheit über die Arbeit von Vertragsärztinnen und -ärzten, aber Skepsis bei der Digitalisierung der Medizin: Die diesjährige Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigt sehr unterschiedliche Meinungen und Einstellungen zur Versorgungssituation in Deutschland. Bei der 10. Befragung dieser Art konnte erstmals ein Rückgang von Patienten gemessen werden, die angeben, bei einem Notfall in der Nacht oder am Wochenende ein Krankenhaus aufzusuchen. Während in den vergangenen Jahren mehr als 40 Prozent ...

Ärzte Zeitung, 19.02.2018

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Berlin. Deutlich mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland kennt sich im Gesundheitswesen nicht aus, verfügt über wenig Wissen zu Krankheiten und kann zudem Gesundheitsinformationen aus dem Internet nicht einordnen und bewerten. Folgen dieser Umfrageergebnisse der Universität Bielefeld von vor zwei Jahren sind die Allianz für Gesundheitskompetenz unter Federführung des Gesundheitsministeriums und seit Montag der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz einer privaten Initiative.

Ärzte Zeitung, 15.03.2017

Patienten überfordert?

München. Das deutsche Gesundheitssystem gilt weltweit als eines der besten. Auch Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler attestierte ihm jüngst beim Kongress der Stiftung Münch in München eine hohe Spezialisierung, gute Einrichtungsdichte sowie kostenlosen Zugang. Er ist Geschäftsführer der auf Patientenkommunikation spezialisierten Patientenprojekte GmbH. Allerdings müssten Experten mehr darauf achten, dass Patienten das hochkomplexe Angebot auch nutzen könnten. Nicht nur entwickle sich das Wissen zu Medizin und Gesundheit ...


Deutsches Ärzteblatt, 114(37)

Versichertenbefragung: KBV will Notfall-App einführen

Soviel vorweg: Die Patienten in Deutschland sind mit der Versorgung in den Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte zufrieden. Das ergaben zwei Umfragen, deren Ergebnisse die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am 30. August in Berlin vorstellte. Zwischen dem 15. Mai und dem 27. Juni hatte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV 6 000 Versicherte am Telefon befragt. Im selben Zeitraum diskutierte die Patientenprojekte GmbH ebenfalls im Auftrag der KBV im Rahmen einer qualitativen Studie in Dresden, Hamburg, Münster und München mit jeweils acht Patienten über versorgungsrelevante Themen.

epd sozial

Die Gesundheitsreformation

Evangelische Krankenhäuser müssen sich von anderen Träger für den Patienten spürbar unterscheiden, fordert Sebastian Schmidt-Kaehler in seinem Gastbeitrag für epd sozial. Protestantische Grundhaltung sollte sein, die Autonomie und Selbstbestimmung der Patienten zu achten, fordert der Kommunikations- und Gesundheitsexperte: Die Verbindung von Religion und Medizin ist uralt. Auch die Krankenhäuser von heute haben christliche Wurzeln und knüpfen an die Tradition der kirchlichen Hospitäler an. Diese Häuser folgten dem Motiv der Barmherzigkeit und bildeten einen Schutzraum für Bedürftige. Seither ist viel Zeit vergangen, und die Pesthäuser ...

Ärztezeitung, 12.05.2017

Mit den richtigen Mitteln gegen die Aufklärungsamnesie

Die Studie der Uni Bielefeld zur Gesundheitskompetenz der Deutschen hat Anfang des Jahres Furore gemacht. Beim Internistenkongress gab es konkrete Tipps für Ärzte, wie eine gute Kommunikation die Kompetenz der Patienten fördern kann. Ärzte müssen bei Aufklärungsgesprächen, bei Therapie-Erläuterungen oder auch bei Erklärungen zum Krankheitsverlauf immer damit rechnen, dass die Patienten mindestens einen Teil ihrer Ausführungen nicht verstehen. Die Dimension des Problems zeigte sich bei den Ergebnissen der repräsentativen Befragung von 2000 Deutschen durch die Arbeitsgruppe ...


Handelsblatt, 30.8.2016

Erst zum Hausarzt, dann zum Facharzt

Auch wenn die Ärzte in der KBV-Umfrage insgesamt gut abschneiden, gibt es dennoch Grund zum Handeln. Einer zweiten Studie zufolge ist der Leidensdruck bei einem Teil der Versicherten, die lange auf einen Arzttermin warten, sehr hoch. Eine gezielt ausgewählte Gruppe von 25 Patienten war dafür befragt worden. Die Befragten berichteten, dass sie trotz permanenter Schmerzen monatelang auf einen Termin beim Orthopäden oder anderen Fachärzten warten mussten. Sie monierten auch den zähen Behandlungsverlauf, wie Sebastian Schmidt-Kaehler von der Patientenprojekte GmbH berichtet. „Man wird von Arzt zu Arzt geschickt und wartet monatelang auf eine Diagnose ...

Ärztezeitung, 26.2.2016

Patientenberatung: Eine Neuorganisation wäre sinnvoll

Die Neuvergabe der Unabhängigen Patientenberatung an Sanvartis hat viele Gemüter erhitzt. Das eigentliche kuriose ist aber, dass die Krankenkassen eine Einrichtung finanzieren müssen, deren Arbeitsschwerpunkt Konflikte mit Krankenkassen sind. Kann eine Patientenberatung wirklich unabhängig sein, wenn sie von den Krankenkassen finanziert wird? Das war eine der Kernfragen bei der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages, die von der Fraktion der Linken initiiert wurde. Nach dem Studium der Expertenstellungnahmen kann man an der Unabhängigkeit ...

Deutsches Ärzteblatt, 17.2.2014

Gespräch mit Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler

Ungefähr 80 000-mal im Jahr beraten UPD-Mitarbeiter Verbraucher und Patienten: am Telefon, persönlich, übers Internet. Doch nur wenige Ärztinnen und Ärzte kennen dieses Angebot genauer. Das soll sich mit einer Informationskampagne für die Praxen ändern.

An sich hat die Organisation, an deren Spitze Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler steht, mehr als genug zu tun. Das bundesweite, unentgeltliche Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist überlastet. „Wir können dank der Rufnummernkennung auch Anrufer identifizieren, die keinen Berater erreicht haben ...


Süddeutsche Zeitung, 1.7.2013

Der mündige Patient ist ein Phantom

14.500 Beschwerden erreichten Patientenschützer innerhalb eines Jahres und zeigen: Kaum ein Kranker verhandelt mit Ärzten auf Augenhöhe. So werden Hilfesuchenden immer wieder Medikamente, Krankengeld oder die eigene Krankenakte vorenthalten. Der mündige Patient ist eine beinahe mythische Gestalt, die im Gesundheitswesen immer wieder auftaucht. Dieser Typus Mensch kann sich mit seinem Arzt auf Augenhöhe austauschen, weiß über die Pflichten seiner Krankenkasse Bescheid und kann genau zwischen notwendigen und überflüssigen Behandlungen unterscheiden - und das alles auch mit hohem Fieber oder Schmerzen ...

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.6.2011

Patienten an die Macht

Ärzte hätten gerne brave Patienten. Doch seit Internet und Selbsthilfegruppen für Transparenz sorgen, lassen Kranke sich nicht mehr alles gefallen. Und das kann sogar die Kosten senken. Kommt ein Patient zum Arzt. Er hat Nackenschmerzen, und das seit Wochen. Der Arzt schickt ihn zum MRT, dort findet sich nichts. Der Doktor schlägt eine kleine Sonderuntersuchung vor, kostet aber extra. Auf Nachfrage sagt er, dass es wohl rund 70 Euro seien, fühlt sich durch die Frage aber offensichtlich gestört. „Ich will Ihnen nichts andrehen“, faucht er. Der Patient nimmt an, um den Arzt nicht zu verärgern. Bei der Untersuchung kommt nichts heraus. Als der Patient die Praxis verlässt, fragt er sich: War das jetzt ...

Stern, 14.6.2008

Die beste Klinik für mich

Wo sind die Ärzte gut, die Schwestern freundlich? Auf der Suche nach der perfekten Behandlung fühlen sich Patienten oft alleingelassen. Neue, intelligente Wegweiser im Internet helfen bei der Entscheidung. Ein Fehler im Herzen. Tanja Eggert spürte das Rasen, das Stolpern in der Brust, als ihr an einem Wintertag vor zwei Jahren ein anderes Auto die Vorfahrt nahm. "Ich hatte wahnsinnige Angst, das machte alles nur noch schlimmer", erinnert sich die heute 35-Jährige. Angst um ihr Leben. Sie würde einen Schrittmacher brauchen, um ihr Herz im Takt zu halten, erfuhr sie später. Aber welcher Klinik sollte sie sich anvertrauen? Der Rat ihres Hausarztes genügte ihr nicht ...